Traditionelle Europäische Naturheilkunde

Die Traditionell Europäische Naturheilkunde betrachtet den Menschen in seiner Gesamtheit - nicht isoliert, nach einzelnen Symptomen, sondern in seinem körperlichen, seelischen und konstitutionellen Zusammenhang.
Sie stärkt die individuelle Konstitution, hilft , Ungleichgewichte zu regulieren und unterstützt die Selbstheilungskräfte des Organismus.
Sie kann begleitend zur Schulmedizin eingesetzt werden- besonders dort, wo regulative Impulse sinnvoll sind.
"In der Natur ist uns alles gegeben, was wir zum Schutz
und zur Erhaltung der Gesundheit brauchen.“
A.Vogel
Die Traditionelle Europäische Naturheilkunde kann regulative Prozesse unterstützen, die individuelle Konstitution stärken und funktionellen Beschwerden positiv beeinflussen.
Sie ersetzt jedoch nicht die notwendige schulmedizinische Diagnostik oder Behandlung bei akuten, schweren oder lebensbedrohlichen Erkrankungen.
In meiner Praxis verstehe ich Naturheilkunde als ergänzenden, verantwortungsvollen therapeutischen Ansatz.
Bei entsprechenden Befunden arbeite ich mit ärztlicher Diagnostik zusammen oder empfehle diese ausdrücklich.
Was ist die TEN?
Die Traditionell Europäische Naturheilkunde (TEN) ist eine über Jahrhunderte gewachsene Heiltradition, die auf überliefertem Heilwissen und dem Verständnis natürlicher Ordnungsprinzipien beruht.
Ihre Wurzeln reichen bis in die antike Humoralmedizin zurück und damit über zweitausend Jahre in die europäische Kultur- und Medizingeschichte. Während vielen Menschen die TCM vertraut ist, wird die europäische Heiltradition seltener ausdrücklich benannt- obwohl sie tief in unserer Kulturgeschichte verankert ist.
Humoralpathologie (Vier Säfte Lehre)
Sie beschreibt den Menschen als ein dynamisches Gleichgewicht verschiedener Qualitäten.
Diese wurden in der Antike als But, Schleim, gelbe und schwarze Galle bezeichnet.
Begriffe, die symbolisch für bestimmte Funktions- und Reaktionsweisen des Organismus stehen.
Gesundheit bedeutet, dass diese Kräfte in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen.
Kommt es zu einem Übermaß oder Mangel, entstehen Disharmonien, die sich körperlich oder seelisch äußern können.

Im Zentrum der TEN steht die sogenannte Humoralpathologie, die Lehre von den vier Säften.
Temperamenten Lehre
Die Temperamentenlehre unterscheidet vier Grundtypen - sanguinisch, phlegmatisch, cholerisch, melancholisch.
Diese stehen sinnbildlich für unterschiedliche Konstitutionen, belastungsformen und Ausdrucksweisen.
Kein Mensch entspricht ausschließlich einem dieser Muster. Vielmehr zeigt jeder Mensch individuelle Anteile, die sich je nach Lebensphase, Umfeld und Beanspruchung verändern können.
In meiner therapeutischen Herangehensweise dient die Temperamentenlehre als Orientierung, um individuelle Reaktionsweisen zu erkenne und regulativ zu unterstützen
Die Konstitutionsmedizin
Die Konstitutionsmedizin bildet das Fundament der Traditionell europäischen Naturheilkunde.

Sie geht davon aus, dass jeder Mensch eine individuelle Grundveranlagung mitbringt-
eine persönliche Mischung aus körperlichen, seelischen und energetischen Eigenschaften.
Diese Konstitution beeinflusst, wie wir auf Belastungen reagieren,
wie wir erkranken und wie wir genesen.
In meiner therapeutischen Herangehensweise steht daher nicht
das einzelne Symptom im Vordergrund, sondern die
Frage: Welche Konstitution liegt zugrunde und wo ist das Gleichgewicht zerstört?
Ziel ist es , die individuelle Ordnung zu stärken,
regulative Prozesse zu unterstützen
und den Organismus wieder in eine stabile Balance zu führen.
Dabei fließen naturheilkundliche, manualtherapeutische und
regulative Verfahren individuell abgestimmt zusammen.
Therapiemethoden der TEN
Reize können den Organismus deutlich beeinflussen und spielen daher sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie der TEN eine zentrale Rolle.
Die Auswahl der therapeutischen Verfahren orientiert sich an der individuellen Konstitution sowie an funktionellen Störungen, die sich in der Untersuchung zeigen.
Auf dieser Grundlage entsteht ein persönlich abgestimmtes Behandlungskonzept, das gemeinsam besprochen wird und an die Möglichkeiten und Bedürfnisse des Patienten angepasst wird.
Therapieverfahren:
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Reflexzonentherapie sowie chiropraktische und osteopathische Verfahren
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Spagyrische-Homöopathische Arzneimittel: individuell erstellte Rezepturen zur regulierende ausgleichende Arzneimitteltherapie
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Pflanzenheilkunde (Phytotherapie), innerlich und äußerlich anwendbar:
Pflanzen oder Tropfenmischungen aus pflanzlichen Zubereitungen, gemischt mit potenzierten Bestandteilen (Dilutionen), oder z.B. individuelle Teerezepturen. -
Klassische Homöpathie & Komplexhomöopathie
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Physikalische und manuelle Therapien z.B. Wickel, Einreibungen, Körperübungen
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Ausleitungsverfahren wie z.B. Schröpftherapie, Baunscheidtieren, Ausleitung und Entgiftung
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Regulationsmethoden wie Übungen zur Verbesserung der Körperwahrnehmung, Meditationstechniken, Atemtherapie, Entspannungstechniken
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Ordnungstherapie, die Lehre von der gesunden Lebensführung.
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Ernährungsheilkunde (individuell angepasste Auswahl und Zubereitung der Nahrung)
