Babymassage nach Leboyer
und Baby Handling

Mit einer Massage haben Sie eine schöne Gelegenheit sich Ihrem Kind intensiv zuzuwenden.

Es ist erwiesen, dass Kinder, die regelmäßig massiert werden, sich schneller beruhigen lassen und besser schlafen. Die Eltern lernen bei der Babymassage die individuellen Signale ihres Babys besser kennen und erspüren seine Bedürfnisse.

 

Die Massage sorgt für eine Entspannung des Babys, stärkt das Immunsystem, regt die Verdauung an, lindert Bauchkrämpfe und vermittelt ein gutes Körpergefühl.  Nicht nur für ihr Kind, auch für Sie kann diese intensive Zeit der Kontaktaufnahme sehr bereichernd und entspannend sein.

Ein Baby wird massiert und nimmt Blickkontakt mit der Therapeutin auf. Heilpraktiker Praxis Muenchen.

Babymassage ist

  • liebevolle Kontaktaufnahme

  • eine Vertiefung der Bindung zwischen Eltern und Kind

  • das Lernen mit allen Sinnen

  • die Entdeckung der Einzigartigkeit

  • Entspannung

  • die Förderung des körperlichen, seelischen und geistigen Wachstums

  • und noch vieles mehr …

Frédérick Leboyer

Der französische Arzt Frédérick Leboyer brachte diese Massagetechnik von Indien nach Europa und schildert sie in seinem Buch „Sanfte Hände Die traditionelle Kunst der indischen Baby-Massage“ und sehr schönen ausdrucksvollen Bildern. Leboyer geht davon aus, dass es ein Urbedürfnis von Kindern ist, berührt und gestreichelt zu werden. Dieses gilt es zu befriedigen und dazu ist eine Massage bestens geeignet.

Der Ursprung der Babymassage

Die Babymassage stammt ursprünglich aus Süd-Indien und wird dort Kumara Abhyanga genannt. Sie wird von Generation zu Generation durchgeführt und weitergereicht. In Indien werden die Babys ab dem ersten Lebenstag massiert. In den ersten Lebenswochen dauert diese Kurzmassage rund zehn Minuten und wird wöchentlich gesteigert, bis schließlich die gesamte Massagedauer bei guten 30 -45 Minuten liegt.

Baby Handling (Kinästhetik Infant Handling)

Die Art und Weise, wie ein Kind in seiner Bewegung unterstützt wird und welche Bewegungsspielräume ihm ermöglicht werden, beeinflusst wesentlich die Entwicklung seiner Bewegungs- und Verhaltensmuster. Schon im Mutterleib hat sich das Baby bewegt – gedreht, gestrampelt, seine Hände zum Mund geführt. Es hat an der Nabelschnur gezogen und sich mit den Füssen von der Bauchwand abgestoßen. Jetzt nach der Geburt, muss es die Schwerkraft überwinden.

 

Kinaesthetik Infant Handling: Infant steht für Kind, Handling für die gemeinsame Bewegung. Dem Kind wird das Gefühl für möglichst physiologische Haltungs- und Bewegungsabläufe vermittelt, um diese zu verinnerlichen. Sie nehmen Abstand von Bewegungen, an denen das Kind nicht teilhaben kann und lernen sensibel zu spüren, wo die Bewegung des Babys hingeht. Gleichzeitig wird es in seiner motorischen Entwicklung gefördert.

 

Darüber hinaus sind Babys, die nach kinästhetischen Gesichtspunkten in ihrer Eigenaktivität gefördert werden, häufig in den Wachphasen zufriedener, aufmerksamer, mobiler und zeigen enspanntere Schlafphasen als andere Kinder. Die Bewegungen des Babys regen sein Organsystem sanft an und unterstützen damit die inneren Prozesse im Körper, wie z.B. Atmung und Verdauung.

 

Das Handling umfasst die verschiedenen Möglichkeiten:

  • Der Lagerung beim Spielen, Essen, Schlafen, um zur Ruhe zu kommen

  • Richtiges Hochnehmen, und wieder ablegen

  • Richtiges Wickeln und anziehen bzw. ausziehen

  • Wie bade ich das Kind im Tummy Tub uvm.

 

Häufig reichen 2 - 4 Anleitungen zwischen 45 - 60 Minuten aus um Ihnen das Handling so zu vermitteln, dass Sie sich sicher im Umgang mit Ihrem Kind fühlen.

"Berührt, gestreichelt und massiert zu werden

Ist Nahrung für das Kind

Nahrung, die genauso wichtig ist

wie Mineralien, Vitamine und Proteine

Nahrung, die Liebe ist

Frédérick Leboyer, 1918 - 2017